Bereichsübung 2015

Bei bestem Wetter fand 2015 wieder einmal eine Bereichsübung des Gefahrenabschnittes III (Süd) der freiwilligen Feuerwehren Kölns statt. Dazu gehören die Einheiten Rodenkirchen, Brück, Ensen/Westhoven, Rath/Heumar, Eil, Urbach, Zündorf, Libur, Wahn-Heide-Lind und Porz-Langel.


Das in den letzten Jahren dafür genutzte Gelände in Lind konnte leider nicht mehr genutzt werden. Die Übungen fanden daher dezentral als Stationsausbildungen im Bereich der Feuerwachen 8 und 7 statt. Ausgangspunkt und Ende der Übung war die Wache 8 in Ostheim. Für uns verlief der Tag wie folgt:

Station 1 „Technische Hilfeleistung PKW“

An der ersten Station bei einem Autoverwerter in Poll wurden die Grundlagen der Vorgehensweise bei der Rettung aus einem verunfallten PKW geübt. Unsere Aufgaben beschränkten sich hier auf die Erkundung, Unterbauen des Fahrzeuges, Schaffen einer Zugangsöffnung (Fahrertür) und Abklappen des Vorderwagens (nur angedeutet). Da das Fahrzeug auch den anderen Löschgruppen als Übungsobjekt dienen sollte endeten damit unsere Tätigkeiten vor Ort. Unstimmigkeiten auf den Fotos mit der korrekten Vorgehensweise sind der Übungskünstlichkeit geschuldet.

Station 2 „Brandschutzübung/Drehleiter“

Durch einen Kommunikationsfehler fuhren wir nach der geplanten Pause die Feuerwache 8 an und warteten dort auf unseren Einsatz. Tatsächlich fand die Übung einige hundert Meter entfernt bereits ohne uns statt. Dort wurde das Vorgehen beim Brandeinsatz über die Drehleiter geübt. Wir trafen erst zur Nachbesprechung ein. Wir nutzten die verbliebene Zeit um einmal das Besteigen der Drehleiter zu üben und unterstützten unsere Kameraden aus Libur bei der Rücknahme der Gerätschaften.

Station 3 „Erste Hilfe“

Im Gerätehaus der Löschgruppe Eil wurde ein angenommener medizinischer Notfall dargestellt. Durch uns musste eine Person mit Kreislaufstillstand medizinisch erstversorgt werden.


Station 4 „Planspiel MANV“

Wieder auf Feuerwache 8 wurde auf einer Planspielplatte die ersten Maßnahmen bei einem „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) theoretisch durchgespielt. Mittels Modellen wurde ein Unfall dargestellt und anhand des Schaumodelles die Vorgehensweise besprochen.

Station 4 „Wasserrettung“

Die sicherlich interessanteste und aufregendste Station wurde von der Tauchergruppe der Feuerwache 1 am Rhein in der Westhovener Aue betrieben. Dort wurden die Vorgehensweise bei der Rettung von Personen aus dem Wasser und die dazu genutzten oder nutzbaren Hilfsmittel besprochen. Anschließend wurde das Besprochene direkt in die Tat umgesetzt. Drei freiwillige der Löschgruppe Ensen/Westhoven „retteten“ dabei einen der Strömungsretter der Berufsfeuerwehr aus dem Rhein. Dabei zeigte sich die starke Strömung die im Fluss vorhanden ist sehr eindrucksvoll. Daneben wurden die Hilfsmittel der Wasserretter im Wasser erprobt.

Station 5 „Personenrettung“

Die letzte Station für uns befand sich im Gerätehaus der Löschgruppe Rath/Heumar. Dort musste eine verletzte Person mittels des sogenannten Leiterhebels aus dem Turm des Gerätehauses gerettet werden. Für den Leiterhebel werden eine Trage, die vierteilige Steckleiter und mehrere Leinen benötigt. Leider konnten wir davon kein Foto schießen.

Anschließend konnten wir wieder die Feuerwache 8 ansteuern und dort gegen 16:45 Uhr bei einem gemeinsamen Grillen der Abend langsam ausklingen lassen.
Gegen Ende des Übungstages mussten mehrere Bodenfeuer bekämpft werden, wozu auch einige der Übenden Löschgruppen alarmiert wurden.

Nach dem Essen, das auch dieses Mal durch den Ortsverein Porz des DRK Köln bereitet wurde, nahm der anwesende Abschnittsleiter Herr Stobbe noch zwei Beförderungen vor. Darunter befand sich auch unser Kamerad Marc Dörrich, der zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde.

Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder daheim in Wahnheide und gönnten uns noch bei der Eisdiele gegenüber des Gerätehauses ein Eis um den Abend endgültig ausklingen zu lassen.