FEUER1 / FEUER 2 Heidestraße

Am frühen Morgen des 4. Septembers wurde die Löschgruppe um 1:03 Uhr zu einer Rauchentwicklung im Bereich der Heidestraße/Wilhelm-Ruppert-Gelände alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchsäule und Feuerschein erkennbar. Vor Ort brannte ein leerstehendes Gebäude direkt neben dem Gebäude, welches auch die Sparkassenfiliale Wahn beheimatet.

das Feuer drohte bereits auf dieses Gebäude überzugreifen, Fenster waren durch die Hitze bereits beschädigt. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr und der Löschgruppe Urbach wurden zügig mehrere Strahlrohe im Außenangriff eingesetzt, zusätzliche Werfer über Drehleitern und Tanklöschfahrzeuge unterstützten dabei.

Bei der ersten Meldung wurde von der Sparkassenfiliale in Porz ausgegangen, daher war auch die Löschgruppe Urbach alarmiert. Nachdem klar wurde, dass sich die Einsatzstelle in Wahn befand rückte auch die Einheit aus Urbach nach Wahn aus.

Wir unterstützen beim Aufbau der Wasserversorgung und überbahmen die Brandbekämpfung im Außenbreich durch zweitweise drei C-Strahlrohre, während weitere Trupps zum Gebäude vordrangen. Dies gestaltete sich durch die Bebauung und starken Bewuchs schwierig.

Nachdem nur noch Nachlöscharbeiten durchzuführen waren konnten wir gegen 4:30 Uhr den Einsatz beenden.

Die Pressemeldung der Feuerwehr Köln:

Am frühen Montagmorgen brannte eine ehemalige Diskothek auf dem Ruppertgelände in Wahn vollständig aus. Die ersten Notrufe erreichten die Leitstelle der Feuerwehr Köln in der Nacht um 1 Uhr. Die erstalarmierten Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Porz konnten schon auf der Anfahrt heftigen Feuerschein wahrnehmen und erhöhten daraufhin die Alarmstufe auf "FEUER2", so dass neben der Freiwilligen Feuerwehr auch ein zweiter Löschzug nach Wahn ausrückte.

Es brannte eine seit vielen Jahren stillgelegte Diskothek auf einer Fläche von circa 25 mal 10 Metern. Die Zugänglichkeit zum Objekt gestaltete sich sehr schwierig, weil es durch Baum- und Buschwerkbewuchs völlig zugewuchert war. Erst durch den Einsatz von drei Motorkettensägen konnte der Eingangsbereich freigelegt werden. Erster Einsatzschwerpunkt war der Schutz des benachbarten 4-geschossigen Gebäudes, weil durch die Wärmestrahlung bereits einige Fenster beschädigt waren und das Feuer überzugreifen drohte. Zum Schutz des Nachbargebäudes und für die Löscharbeiten waren zwei Wenderohre von Drehleitern, ein Monitor von einem Tanklöschfahrzeug sowie vier C-Rohre im Einsatz. Während des Einsatzes konnte eine 20 Kilogramm schwere Gasflasche aus dem Inneren der ehemaligen Diskothek geborgen werden.

Es kam zu keinem Personenschaden. Zur Brandursachenermittlung hat die Polizei die Arbeit aufgenommen. Von Feuerwehr und Rettungsdienst waren 50 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen von den Feuerwachen Porz, Ostheim, Deutz, Innenstadt und Weidenpesch, von den Löschgruppen Wahn und Urbach der Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Führungsdienst der Branddirektion im Einsatz.

Einsatzstatistik 2016

Im Juni des vergangenen Jahres hatten wir hier an dieser Stelle eine Halbjahresstatistik unserer Einsätze veröffentlicht. Zum Jahresbeginn 2017 wollen wir hier die Statistik für das gesamte Vorjahr präsentieren. Wie auch bei der Halbjahresstatistik haben wir die Einsatzzahlen als Diagramme für die Bereiche "Art der Einsätze", "Verteilung der Einsätze auf Tageszeiten" und "Vergleich zu den Vorjahren" aufgearbeitet:

Art der Einsätze

Von den gesamt aufgelaufenen 54 Einsätzen fallen 33 unter Alarmierungen zu Brandeinsätzen. Üblicherweise ist die Anzahl von Einsätzen im Rahmen der Technischen Hilfeleistung seit mehreren Jahren bei den Feuerwehren weit aus größer, man muss aber Bedenken, dass wir einer Berufsfeuerwehr angegliedert sind, welche den größten Teil der gängigen Einsätze (Verkehrsunfälle, Ölspur, Türöffnungen,…) eigenständig abarbeitet.

Hinter den 33 Brandeinsätzen verbergen sich glücklicherweise sehr viele Blinde Alarme oder bereits erloschene Kleinfeuer. Ausnahmen bilden hier beispielsweise ein Brand in einem Heizungsraum eines Wohnhauses am Bahnhof und der Großbrand im ehemaligen Ruppert-Gelände im September.

Mit 15 Einsätzen belegen die technischen Hilfeleistungen dann allerdings Platz 2 in der Statistik. Neben einigen Einsätzen im Rahmen der überörtlichen Hilfe in Bonn im Juni wirkt sich auch hier die Umstellung unserer Alarmierung zu Beginn des Jahres 2016 aus. Seit diesem Zeitpunkt werden wir zu dem Einsatzstichwort "Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen" zusammen mit dem Rüstwagen der Löschgruppe Libur alarmiert um hier den Brandschutz sicher zu stellen. 

Ganze dreimal wurden wir 2016 im Rahmen der Schaumkomponente der Feuerwehr Köln alarmiert. Die Komponente wurde mindestens noch ein weiteres Mal alarmiert, jedoch ohne dass wir und die Löschgruppe Zündorf dazu alarmiert wurden.

Verteilung der Einsätze auf die Tageszeiten

Wenn man sich die Verteilung der Einsätze 2016 auf die Tageszeiten ansieht erkennt man den Schwerpunkt in den frühen und späten Abendstunden. Beachtenswert sind aber auch die Einsatzzahlen im Bereich von 7-12 Uhr und 12-17 Uhr. In diesem Bereich wurden wir bis Ende 2015 nur am Wochenende und Feiertagen alarmiert, mit Ausnahme unserer Sonderaufgabe für die wir seit jeher rund um die Uhr alarmierbar sind. Mit Beginn des Jahres 2016 sind wir für alle Arten von Einsätzen rund um die Uhr alarmierbar.

In dem Diagramm finden allerdings die Einsatzarten und auch die Wochentage keine Berücksichtigung, sodass ohne weitere Auswertung keine Aussage getroffen werden kann wie viele Einsätze durch die Umstellung der Alarmierung hinzugekommen sind, Diese Mühe haben wir uns an dieser Stelle erspart, können dies aber auf Wunsch auch auswerten.

Vergleich der Einsatzzahlen zu den Vorjahren

Das wesentlich beeindruckendere Diagramm ist der Vergleich der Einsätze 2016 mit den Zahlen der Vorjahren. Hier zeigt sich ein massiver Anstieg von Einsätzen im vergangenen Jahr. Grund dürfte auch hier die Umstellung der Alarmierung sein. Die Zukunft wird zeigen ob 2016 einfach nur ein sehr "einsatzstarkes" Jahr war oder ob sich die Anzahl auch im anlaufenden Jahr 2017 auf dieser Ebene halten wird.

EINSATZ 41/2016 CHEMIE

Am Dienstag, den 4. Oktober befanden sich zwei Kräfte der Löschgruppe gerade auf dem Rückweg einer Materialfahrt, als die Löschgruppe gegen 10:19 Uhr in einen bereits laufenden Einsatz alarmiert wurde. 

Auf der Bundesautobahn 4 hatte sich zwischen dem AK Gremberg und dem Dreieck Heumar ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein Gefahrgut-LKW beteiligt war. Dessen Aufbau hatte Leck geschlagen.

Um zu verhindern, dass sich der austretende Stoff entzünden konnte wurde durch die Einsatzleitung die großflächige Einschäumung der Einsatzstelle angeordnet. In diesem Zuge wurde die Schaummittelkomponente der Feuerwehr Köln alarmiert, womit auch wir in den Einsatz genommen wurden.

Da sich unser Löschgruppenfahrzeug wegen eines kleineren technischen Defektes in der Werkstatt befand, rückten die Kräfte der Löschgruppe Wahn mit dem Mannschaftstransportfahrzeug aus.

Vor Ort wurde mittels des Abrollbehälter-Schaum und der Besatzung des transportierenden Wechselladerfahrzeuges die Schaummittelversorgung eines Pulvertanklöschfahrzeuges (PTLF) sichergestellt. Dieses Fahrzeug versorgte ein weiteres Tanklöschfahrzeug mit Schaummittel-Wasser-Gemisch, welches zur Erzeugung des Schaumteppiches diente.

Nach einer Neuordnung der Einsatzstelle wurde letztgenanntes Tanklöschfahrzeug mit neuem Schaummittel versorgt, da dessen Schaumtank in der Anfangsphase des Einsatzes geleert wurde.

Im weiteren Einsatzverlauf musste Gerät zu Schaumzerstörung vorgenommen werden um einer Fachfirma die Entsorgung von kontaminiertem Löschwasser zu ermöglichen.

Für den Verlauf der Bergungsarbeiten musste zwar weiterhin ein Schaumangriff aufrecht erhalten werden, jedoch konnte dies ohne die Unterstützung der Schaummittelkomponente erfolgen, sodass unsere Maßnahmen zurückgenommen werden konnten und wir aus dem Einsatz entlassen werden konnten.

Gegen 18:20 Uhr waren wir wieder einsatzbereit in unserer Unterkunft in Wahnheide.

 

Anbei die offizielle Information der Berufsfeuerwehr Köln

Am heutigen Vormittag wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln gegen 10:00 Uhr über den Notruf 112 zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 4, in Fahrtrichtung Olpe, zwischen dem Kreuz Gremberg und dem Autobahndreieck Heumar informiert. 
Daraufhin wurden durch die Leitstelle Kräfte der Feuerwachen Marienburg, Deutz, der Rettungshubschrauber Christoph 3 und der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Köln alarmiert. Auf Grund des auftretenden Rückstaus wurde die Anfahrt für die Einsatzkräfte erschwert. 
Die ersten Erkundungsergebnisse lieferte der schnell eintreffende Rettungshubschrauber Christoph 3 aus der Luft und informierte den auf der Anfahrt befindlichen Einsatzleiter über einen schweren Verkehrsunfall mit der Beteiligung von mindestens einem PKW und einem Gefahrgut LKW. Deswegen wurden weitere Einsatzkräfte, darunter die Gefahrguteinheit der Feuerwache Ostheim, nachalarmiert. 
Die genaue Erkundung ergab: 
Am Unfall beteiligt waren drei LKW, einer davon beladen mit Dieselkraftstoff und Heizöl, und zwei PKW – in einem war die Fahrerin eingeklemmt. Der Anhänger des Gefahrgut LKW wurde durch den Unfall auf die Seite gestürzt und das Zugfahrzeug ist Leck geschlagen. Aus dem Zugfahrzeug ergoss sich Dieselkraftstoff aus dem Transporttank auf die Fahrbahn. 
Zunächst wurde zum Schutz vor unbeabsichtigtem Entzünden die Fahrbahn mit Löschschaum abgedeckt. Das dazu benötigte Wasser wurde durch Tanklöschfahrzeuge und eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken bereitgestellt. Durch die Einsatzkräfte wurden zeitgleich die Rettung der eingeklemmten Fahrerin aus dem PKW eingeleitet, die medizinische Versorgung des verletzten Fahrers des Gefahrgut LKW und die Versorgung von 3 leicht verletzten Personen durchgeführt. Danach wurde der ausgetretene Dieselkraftstoff eingedämmt und das Leck verschlossen. Die schwer verletzte Fahrerin des PKW wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 3 in ein Krankenhaus der Maximalversorgung geflogen. Der LKW Fahrer und die drei leicht verletzten Personen wurden in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Zur Gefahrenabwehr wird zurzeit der Dieselkraftstoff in ein Transportfahrzeug umgepumpt und im Anschluss der umgekippte Gefahrgut-Anhänger durch den Feuerwehrkran im Gefahrenbereich aufgerichtet. Zur Beseitigung der Umweltgefahren unterstützen Mitarbeiter der Werkfeuerwehr Currenta und der unteren Wasserbehörde die Tätigkeiten der Feuerwehr. 
Am Einsatz beteiligt sind die Feuerwachen Marienburg, Deutz, Ostheim, Porz, Innenstadt, Ehrenfeld, Weidenpesch, der Führungsdienst der Branddirektion und Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Köln aus Lövenich, Worringen, Wahn, Zündorf, Urbach, Flittard, Heumar und Dünnwald mit insgesamt 150 Einsatzkräften. Die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Löschgruppen Roggendorf, Eil, Libur, Rodenkirchen und Longerich besetzen die durch den Einsatz unbesetzten Feuerwachen der Berufsfeuerwehr.

 

 

Einsatz 39/2016: Großbrand in Wahn

Am Morgen des 23. Septembers wurde unsere Löschgruppe gegen 6:48 Uhr zu einem Brand in einem Gewerbepark in Wahn alarmiert. Ein Kamerad wurde leicht verletzt, konnte aber nach ambulanter Versorgung im Krankenhaus wieder schnell entlassen werden.

Die Pressemitteilung der Feuerwehr Köln:

Feuer in einem Gewerbepark – ein Brandtoter

Ein Anrufer teilte der Leitstelle der Feuerwehr Köln heute Morgen, 23.09.2016, gegen Viertel vor sieben Uhr mit, dass er eine Rauchentwicklung aus einem Betrieb eines Gewerbeparks an der Wilhelm-Ruppert-Str. in Porz-Wahn wahrnehme.
Dieser Einsatz entwickelte sich über die dann folgenden Stunden zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz, bei welchem auch eine leblose Person in einem vom Feuer betroffenen Gewerbebetrieb vorgefunden wurde.
Die Feuerwehr Köln ist derzeit mit über 100 Kräften noch an der Einsatzstelle tätig – die Einsatzdauer ist noch ungewiss.

Nachdem die mit Voralarm alarmierten Kräfte der zuständigen Feuerwache Porz wenige Minuten später an der Einsatzstelle eintrafen, erkannten sie eine Rauchentwicklung aus einem etwa 15 m x 80 m großen Gebäudekomplex, welcher durch mehrere Handwerksbetriebe genutzt wird. 
Die Ausdehnung des Gebäudes und die kompakte Rauchentwicklung veranlassten den ersteintreffenden Einsatzleiter zu einer Erhöhung der Alarmstufe. Daraufhin wurde ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr und weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr hinzualarmiert.
Während dessen begaben sich erste Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung in das Gebäude. Ein Trupp fand beim Vorgehen in eine der Gewerbehalle nach wenigen Metern den leblosen Körper einer männlichen Person.
Der sofort hinzugezogene Notarzt konnte leider nur noch den Tod dieser Person feststellen. Weiterhin verletzte sich ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr leicht und wurde zur weiteren ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus transportiert, welches er zwischenzeitlich nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte. 
Die Brandbekämpfungsmaßnahmen gestalten sich sehr schwierig. Insbesondere in den Deckenbereichen des Altbaukomplexes haben sich Glutnester festgesetzt, welche nur erreichbar sind, indem die Dachhaut von oben mit speziellen Sägen geöffnet wird. 
Während der Brandbekämpfungsmaßnahmen zündete der Dachbereich eines anliegenden Betriebes durch, so das kurzzeitig eine mächtige schwarze Rauchwolke über Porz aufstieg. 
Sofort wurde die Alarmstufe erhöht, zwei weitere Löschzüge und eine Meßeinheit angefordert, welche die Rauchausbreitung und die mögliche hiermit verbundene Wirkung kontrollieren sollte. 
Die Brandausbreitung konnte jedoch durch die schnelle Intervention eingedämmt werden, so dass die eingesetzten Messfahrzeuge keine Feststellungen machen konnten – bis auf geringe geruchliche Einschränkungen im Nahbereich der Brandstelle.

Derzeit laufen die Einsatzmaßnahmen vor Ort noch – die Einsatzdauer ist ungewiss, wird aber sicher noch einige Stunden in Anspruch nehmen.

Die Brandursache und die Umstände, die zum Tode der Person führten, werden durch die Polizei ermittelt.

Derzeit befinden sich über 100 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Die Kräfte kommen von der Freiwilligen Feuerwehr Heumar, Wahn, Urbach, Libur, Eil, Worringen und dem Fernmeldedienst sowie der Berufsfeuerwehr von den Feuerwachen Porz, Ostheim, Marienburg, Innenstadt, Deutz, Weidenpesch und Lindenthal.
Die verwaisten Feuerwachen Porz, Ostheim und Lindenthal werden durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Brück, Esch, Langel und Zündorf besetzt, so dass der Grundschutz in den jeweiligen Wachbezirken der Stadt sichergestellt ist.

1. Halbjahreseinsatzstatistik 2016

Für statistisch Interessierte haben wir zum Ende des ersten Halbjahres 2016 einmal unsere Einsatzzahlen ausgewertet.

Seitdem wir mit einer zeitgemäßen EDV-Ausstattung versehen sind, werden sowohl Einsätze als auch Übungen statististisch in einem Programm erfasst. Bis vor zwei Jahren geschah dies noch mittels Handlisten.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 wurden insgesamt 30 Einsätze abgearbeitet. Diese Zahl nähert sich schon stark den Gesamteinsatzzahlen der Vorjahre, im Vergleich zum Jahr 2013 wurde diese Zahl bereits weit überschritten.

Den Vergleich der Einsatzzahlen und deren Zusammensetzung können aus den Diagrammen entnommen werden. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich mit Ausnahme 2013 die Arten der Einsätze stets in eine annähernd gleichen Verhältnis stehen.

Der Grund, warum 2013 deutlich weniger Einsätze anfielen ist darauf zurückzuführen, dass wir in diesem Jahr keine Flächeneinsatzlage (s.h. keine Einsätze nach Unwettern oder Sturmlagen) zu bearbeiten hatten. Nach solchen Lagen fallen meist eine große Anzahl an Einsätzen für die Feuerwehren an.

Die dritte Grafik zeigt die Verteilung der Einsätze im ersten Halbjahr 2016 auf die Tageszeiten. Seit Beginn 2016 werden wir auch unter der Woche tagsüber alarmiert. Vorher war dies nur auf den Zeitraum von 17 Uhr bis 7 Uhr des Folgetages beschränkt. An Feiertagen und den Wochenende waren wir bereits schon immer im 24-Stunden-Einsatzdienst. Einsätze an diesen Tagen werden in der Grafik nicht berücksichtigt, sodass hier keine pauschale Aussage getroffen werden kann, wieviele Einsätze seit der Umstellung im Januar zusätzlich angefallen sind, welche im vergangenen Jahr aufgrund ihrer Uhrzeit für uns nicht angefallen wären. Im ersten Halbjahr 2016 waren es sechs Brandeinsätze und drei Technische Hilfeleistungen die im Zeitraum von 7 Uhr bis 17 Uhr anfielen.

Auch wenn eine Prognose der Einsatzzahlen nicht möglich ist, dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach die Gesamteinsatzzahl für 2016 eine neue Höchstzahl erreichen.

 

Einsatz 16/2015 FEUER 3

Am Morgen des 22. Mai wurden wir um 03:50 Uhr in die Hansestraße nach Porz-Eil alarmiert, zumindest einige Mitglieder der Löschgruppe, denn wiederholt kam es zu massiven Problemen bei der Alarmierung mittels Funkmelder. Einige Melder unserer Kameraden blieben in dieser Nacht stumm, bei den anderen kam nur eine allgemein gehaltene Meldung, sodass wir nicht wussten, dass wir im Rahmen unserer Sonderaufgabe Schaummittellogistik alarmiert wurden.

Vor Ort brannte eine größere Lagerhalle einer Möbelhandlung. Zusammen mit unseren Kameraden aus Zündorf rüsteten wir die Drehleitern der Wachen 9 und 3 mit dem Flexi-Foam-System aus und überwachten deren Betrieb. Dazwischen unterstützten wir die Kameraden aus Urbach beim Aufbau zweier paralleler Löschwasserzuleitungen zum TLF Heumar, welches wiederum unsere Druckzumischanlage versorgte. Die Drehleiter der Wache 3 musste im Laufe des Einsatzes mehrmals umgesetzt werden, da eine Wand der Halle auf diese zu stürzen drohte. Daher mussten wir das Flexi-Foam-System ebenfalls mehrmals umsetzen.

Nachdem die Hauptlöscharbeiten abgeschlossen waren und die Halle weiterhin mit Leichtschaum geflutet wurde, rückte ein Großteil der Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr ein. Wir verblieben weiterhin an der Einsatzstelle und unterstützen die restlichen Kräfte. Mal musste eine weitere Löschwasserversorgung zum PTLF 9 verlegt werden, später setzten zwei unserer Einsatzkräfte ein handgeführtes Strahlrohr ein mit dem Versuch von außen hartnäckige Glutnester zu löschen, unter Beachtung eines Sicherheitsabstandes zur geneigten Hallenwand. Über die gesamte Zeit wurde Schaummittel und zeitweise Netzmittel über die Drehleitern und handgeführten Rohre eingebracht.

Nachdem gegen 11:30 Uhr die Löscharbeiten eingestellt wurden nahmen wir die ersten Leitungen der Schaummittelversorgung zurück und begannen mit einer ersten Spülung der eingesetzten Druckzumischanlage und der verwendeten Armaturen. Gegen 13:30 Uhr konnten wir am Gerätehaus in Wahnheide den Einsatz abschließen.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten, die nicht zuletzt auf die lückenhafte Alarmierung zurückzuführen waren, verlief der Einsatz aus unserer Sicht reibungslos. Die Zusammenarbeit mit den eingesetzten Kameraden der BF und der freiwilligen Löschgruppen verlief äußerst angenehm und kameradschaftlich.

EINSÄTZE 6-13/2015 STURM 1 und STURM 2

Am Nachmittag des 31. März bescherte uns Sturmtief „Niklas“ auch einige Einsätze im rechtsrheinischen Köln:

EINSATZ  6/2015 STURM 1

Gegen 16:20 Uhr wurden wir zu unserer ersten Einsatzstelle in die Rösrather Straße nach Neubrück alarmiert. Vor Ort war ein Baum auf die Straße gestürzt und machte diese insbesondere für die Buslinie 157 unpassierbar. Wir zerkleinerten den Baum und räumten Straße sowie Gehweg frei um so den Linienverkehr der KVB wieder zu ermöglichen.

EINSATZ 7/2015 STURM 1

Anschließend ging es um kurz nach 17 Uhr weiter zum Hillscheider Weg nach Humboldt/Gremberg. Dort hatten sich an einem Mehrfamilienhaus einige Bleche am Dach gelöst und drohten abzustürzen. Zwei Einsatzkräfte entfernten die Bleche vom Dach aus.

EINSATZ 8/2015 STURM 1

Um 17:30 Uhr ging es in die nahegelegene Usinger Straße. Dort hatten sich Dachpfannen auf einem Hausdach gelöst. Diese wurden durch zwei Einsatzkräfte und mithilfe der vierteiligen Steckleiter entfernt.

 

EINSATZ 9/2015 STURM 1

Auch wieder in die Nähe, in die Rolshover Straße, führte uns Einsatz Nr. 9. Auf einem Balkon hatte sich die Überdachung gelöst. Da diese bereits stark beschädigt war wurde sie mittels Feuerwehräxten gewaltsam von der Brüstung gelöst und anschließend sicher gelagert.

 

EINSATZ 10/2015 STURM 1

Anschließend ging es mit Alarm um 18:06 Uhr in den Rheinpark nach Mülheim. Dort sollte angeblich ein loser Ast in einem Baum hängen, welcher abzustürzen drohte. Vor Ort konnte allerdings kein Ast entdeckt werden und wir meldeten uns wieder einsatzbereit.

 

EINSATZ 11/2015 STURM 1

Um 18:27 Uhr kam der nächste Alarm: In der Wallstraße in Mülheim war durch den Wind eine Mauer auf etwa 4m Länge auf den Gehweg gestürzt. Unsere Maßnahmen beschränkten sich auf das Absperren der Einsatzstelle.

 

EINSATZ 12/2015 STURM 2

Mit Blaulicht und Einsatzhorn ging es anschließend um 18:43 Uhr nach Poll. Dort war „In der Gracht“ ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Vor Ort wurde der Baum zerkleinert, vom Dach entfernt sowie der Zugang des Nachbarhauses frei geschnitten.

 

EINSATZ 13/2015 STURM 2

Wieder mit Alarm ging es gegen 19:15 Uhr nach Mehrheim in die Straße „Am Rursbruch“. Dort drohte ein Baum auf eine Garage zu stürzen. Um den Baum gefahrlos entfernen zu können wurde durch uns eine Drehleiter angefordert. Der „Beamte vom Alarmdienst“ BvA 10.1 stieß ebenfalls zur Einsatzstelle hinzu um die Lage einzuschätzen. Anschließend wurde der Baum durch je eine Einsatzkraft von uns und der Besatzung der DL 8 Stück für Stück entfernt. Der Einsatz endete dort gegen 21:30 Uhr und wir konnten den Heimweg antreten.

 


Um kurz nach 22 Uhr hatten wir die Kettensäge und die restliche Ausrüstung wieder gereinigt und konnten uns nach Hause begeben.


Fotos: M. Dörrich/S. Reinartz

EINSATZ 2/2015 Feuer 1

Am Nachmittag des 10. Januars wurden wir zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Nachtigallenstraße alarmiert. Auf einem Balkon brannte ein Möbelstück. Durch die Hitze zerbrach ein Fenster und der Rauch drang in die Wohnung. Wir trafen kurz nach dem Löschzug 7 an der Einsatzstelle an und konnten einen Trupp stellen. Der Angriffstrupp 7 begab sich zur Brandbekämpfung in die betroffene Wohnung und konnte den Brand schnell löschen.

Wir sollten eine Nachbarwohnung kontrollieren, da die Bewohner nicht öffneten. Der Versuch zwei Fenster mit dem Fensteröffnungsset gewaltfrei zu öffnen schlug allerdings fehl. Der Fenstermechanismus weichte von der üblichen Bauform ab, für welche das Fensteröffnungsset konzipiert ist. Zwischenzeitlich konnte der Bewohner ausfindig gemacht werden und befand sich auf dem Weg zur Einsatzstelle. Wir konnten daher unseren Auftrag abbrechen und von der Einsatzstelle abrücken.

 

wahnfeu1

Einsatz 1/2015 SCHAUM/FEUER 7

Am Abend des 08. Januars wurde um 19:45 Uhr die Schaummittelkomponente der Feuerwehr Köln alarmiert. Zusammen mit dem Abrollbehälter SCHAUM und der Löschgruppe Zündorf begaben wir uns auf den Weg nach Köln-Vogelsang. In einem Dienstleistungsbetrieb im Girlitzerweg hatte sich in den vorangegenagen Stunden ein Großbrand entwickelt. 

Der Einsatzleiter entschied sich im Laufe des Einsatzes Schaum als Löschmittel einzusetzen.

Vor Ort nahmen wir mit den Kameraden aus Zündorf den Aufbau der Schaummittelversorgung vor und installierten das sogenannte "Flexi-Foam-System", ein Verfahren zur Erzeugung von Leicht- und Mittelschaum. (Mehr dazu im Laufe des Jahres auf unserer Homepage). Es ist der erste "scharfe" Einsatz es neuen Systems. Nach der Inbetriebnahme unterstützten wir die Berufsfeuerwehr vor Ort weiter. Öffnungen in der Lagerhalle wurden geschlossen um den Abfluss des Schaumes zu verhindern. Drei Kameradinnen und Kameraden wurden im Außenangriff bei den Löscharbeiten eingesetzt,

Nachdem das Feuer größtenteils gelöscht war wurde der Schaum mittels Schaumzerstörer zerstört und das System zurückgebaut.

Am Morgen des 09. Januars waren wir gegen 1:00 Uhr wieder daheim in Wahnheide.

Weiterführende Informationen:

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/feuerwehr/aktuelle-info/grossbrand-der-halle-tor-2

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/feuerwehr/aktuelle-info/einsatz-girlitzweg-beendet

Detailierte Informationen zum Flexi-Foam-System finden sich bei Jürgen Truckenmüller:

http://d.jtruckenmueller.de/6/67/2001schaum/system.htm

 

 

 

Einsätze, Einsätze…. (Nr. 20-28/2014)

Einsatz Nr. 20/2014 FEUER 1

Am 13. September wurden wir von der Leitstelle zu einem ausgelösten Rauchmelder alarmiert. Noch bevor wir die Einsatzstelle erreichen konnten wurde uns mitgeteilt, dass dort kein Einsatz für die Feuerwehr vorlag, sodass wir wieder kurze Zeit später einsatzbereit waren. 

Auch wenn es sich bei den meisten ausgelösten Heimrauchmeldern um Blinde Alarme handelt, das heißt es brennt gar nicht, sollte in jedem Fall die Situation nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass es wirklich nur ein technischer defekt ist (weil beispielsweise niemand die Tür öffnet) sollte in jedem Fall die Feuerwehr alarmiert werden. 

Ein Einsatz ohne wirklichen Brand ist immernoch besser, wie einer bei dem wir zu spät alarmiert werden und daher unnötig Sachschäden entstehen oder gar Menschen verletzt werden.

 

Einsätze Nr. 21-28/2014 WASSER

Am 20.September nahmen wir an der Stadtmeisterschaft der Freiwilligen Feuerwehren in Köln teil. Kurze Zeit nach dem Ende unserer Leistungsübung in Dünnwald zog ein heftiger Regenschauer über das östliche Köln nieder und setzte viele Keller unter Wasser. 
Auch wir wurden daher unter dem Stichwort "WASSER" in die Zillestraße nach Holweide alarmiert. Dort sollte ein Keller unter Wasser stehen. Nach der Erkundung wurde aus einem Keller gleich mehrere. 

Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr waren mit mehreren hundert Einsatzkräften bis in die späten Abendstunden im Einsatz. Wir waren gegen 21 Uhr wieder zurück in Wahnheide.

 

Mehr Informationen unter http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/feuerwehr/aktuelle-info/feuer-wasser-meisterschaft