Gemeinsame Einsatzübung von Freiwilliger Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz

Köln-Urbach – Am Dienstag, dem 21. Januar 2020 hat die Löschgruppe Wahn-Heide-Lind zusammen mit der Bereitschaft 4 des Deutschen Roten Kreuz Köln eine Einsatzübung durchgeführt. In einem gestellten Szenario sind die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in die Friedensstraße nach Köln-Urbach alarmiert worden. Vor Ort hat sich die gemeldete Lage bestätigt. Nach einer ersten Erkundung durch den Gruppenführer der Feuerwehr konnte festgestellt werden, dass es sich um einen bestätigten Kellerbrand mit mehreren vermissten Personen handelt. Umgehend wurden Maßnahmen zur Rettung der vermissten Personen eingeleitet und das Einsatzstichwort auf „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ erhöht.

Nach kurzer Zeit hat der Angriffstrupp der Feuerwehr drei Menschen, darunter zwei Kinder, aus dem Keller gerettet und an den Rettungsdienst übergeben können. Der Rettungsdienst hat aufgrund der Vielzahl an vermissten Personen eine Patientenablage eingerichtet und nach MANV-Protokoll gearbeitet. Eine vierte Person konnte ebenfalls gerettet werden, war jedoch bei der ersten Sichtung durch den Rettungsdienst reanimationspflichtig geworden und konnte leider nicht mehr erfolgreich wiederbelebt werden. Von den drei überlebenden Menschen sind zwei leicht und eine mittelschwer verletzt worden. Alle Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser abtransportiert.

Nachdem der Kellerbrand gelöscht wurde sind noch Belüftungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Vielen Dank an die Jugendfeuerwehr Wahn-Wahnheide-Lind (Statisten), an den DRK Ortsverein Porz am Rhein e.V. (Übungsobjekt), an die Übungsleitung (Organisation) und natürlich an alle Einsatzkräfte für ihre Teilnahme!

Praktischer Übungsdienst der JF

Beim Übungsdienst am Mittwoch, den 27. Februar stand das Thema „Brand- und Löschlehre – Praxis“ an.

Dazu unterstützte uns der Kamerad Trippacher der Löschgruppe Dellbrück.

Mit dem LKW-Brandschutzunterweisung (LKW-BSU) konnten die Jungen und Mädchen neben der Brandbekämpfung mit Feuerlöschern auch das Löschen einer brennenden Person mittels Löschdecke üben.

Mit der Anlage des Fahrzeuges konnten neben einem „brennenden Mülleimer“ auch eine brennende Flüssigkeitslache simuliert werden, mithilfe von reinem Wasser.

Mit einer Vorführung eines Behälterzerknalles, eine Spraydose wurde soweit erhitzt, dass sie zerbirst, und einer Fettexplosion wurden anschaulich die Gefahren bei der Brandbekämpfung aufgezeigt.

Bilder: L. Donath/JF WA

Bereichsübung 2015

Bei bestem Wetter fand 2015 wieder einmal eine Bereichsübung des Gefahrenabschnittes III (Süd) der freiwilligen Feuerwehren Kölns statt. Dazu gehören die Einheiten Rodenkirchen, Brück, Ensen/Westhoven, Rath/Heumar, Eil, Urbach, Zündorf, Libur, Wahn-Heide-Lind und Porz-Langel.


Das in den letzten Jahren dafür genutzte Gelände in Lind konnte leider nicht mehr genutzt werden. Die Übungen fanden daher dezentral als Stationsausbildungen im Bereich der Feuerwachen 8 und 7 statt. Ausgangspunkt und Ende der Übung war die Wache 8 in Ostheim. Für uns verlief der Tag wie folgt:

Station 1 „Technische Hilfeleistung PKW“

An der ersten Station bei einem Autoverwerter in Poll wurden die Grundlagen der Vorgehensweise bei der Rettung aus einem verunfallten PKW geübt. Unsere Aufgaben beschränkten sich hier auf die Erkundung, Unterbauen des Fahrzeuges, Schaffen einer Zugangsöffnung (Fahrertür) und Abklappen des Vorderwagens (nur angedeutet). Da das Fahrzeug auch den anderen Löschgruppen als Übungsobjekt dienen sollte endeten damit unsere Tätigkeiten vor Ort. Unstimmigkeiten auf den Fotos mit der korrekten Vorgehensweise sind der Übungskünstlichkeit geschuldet.

Station 2 „Brandschutzübung/Drehleiter“

Durch einen Kommunikationsfehler fuhren wir nach der geplanten Pause die Feuerwache 8 an und warteten dort auf unseren Einsatz. Tatsächlich fand die Übung einige hundert Meter entfernt bereits ohne uns statt. Dort wurde das Vorgehen beim Brandeinsatz über die Drehleiter geübt. Wir trafen erst zur Nachbesprechung ein. Wir nutzten die verbliebene Zeit um einmal das Besteigen der Drehleiter zu üben und unterstützten unsere Kameraden aus Libur bei der Rücknahme der Gerätschaften.

Station 3 „Erste Hilfe“

Im Gerätehaus der Löschgruppe Eil wurde ein angenommener medizinischer Notfall dargestellt. Durch uns musste eine Person mit Kreislaufstillstand medizinisch erstversorgt werden.


Station 4 „Planspiel MANV“

Wieder auf Feuerwache 8 wurde auf einer Planspielplatte die ersten Maßnahmen bei einem „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) theoretisch durchgespielt. Mittels Modellen wurde ein Unfall dargestellt und anhand des Schaumodelles die Vorgehensweise besprochen.

Station 4 „Wasserrettung“

Die sicherlich interessanteste und aufregendste Station wurde von der Tauchergruppe der Feuerwache 1 am Rhein in der Westhovener Aue betrieben. Dort wurden die Vorgehensweise bei der Rettung von Personen aus dem Wasser und die dazu genutzten oder nutzbaren Hilfsmittel besprochen. Anschließend wurde das Besprochene direkt in die Tat umgesetzt. Drei freiwillige der Löschgruppe Ensen/Westhoven „retteten“ dabei einen der Strömungsretter der Berufsfeuerwehr aus dem Rhein. Dabei zeigte sich die starke Strömung die im Fluss vorhanden ist sehr eindrucksvoll. Daneben wurden die Hilfsmittel der Wasserretter im Wasser erprobt.

Station 5 „Personenrettung“

Die letzte Station für uns befand sich im Gerätehaus der Löschgruppe Rath/Heumar. Dort musste eine verletzte Person mittels des sogenannten Leiterhebels aus dem Turm des Gerätehauses gerettet werden. Für den Leiterhebel werden eine Trage, die vierteilige Steckleiter und mehrere Leinen benötigt. Leider konnten wir davon kein Foto schießen.

Anschließend konnten wir wieder die Feuerwache 8 ansteuern und dort gegen 16:45 Uhr bei einem gemeinsamen Grillen der Abend langsam ausklingen lassen.
Gegen Ende des Übungstages mussten mehrere Bodenfeuer bekämpft werden, wozu auch einige der Übenden Löschgruppen alarmiert wurden.

Nach dem Essen, das auch dieses Mal durch den Ortsverein Porz des DRK Köln bereitet wurde, nahm der anwesende Abschnittsleiter Herr Stobbe noch zwei Beförderungen vor. Darunter befand sich auch unser Kamerad Marc Dörrich, der zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde.

Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder daheim in Wahnheide und gönnten uns noch bei der Eisdiele gegenüber des Gerätehauses ein Eis um den Abend endgültig ausklingen zu lassen.

 


 

Jährliche Belastungsübung Atemschutz

Einmal im Jahr muss jeder Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Köln eine Belastungsübung leisten um zu zeigen, dass er die hohen Anforderungen im Atemschutzeinsatz erfüllen kann. Wir nutzen dazu die Atemschutzübungsstrecke auf der Feuerwache 7.

IMG_4338

Nach einem festgelegten Schema wird dort ein Übungsszenario durchlaufen: Zu Beginn muss die Endlosleiter bestiegen und der "Hammer" gezogen werden. 

Im Anschluss daran geht es in den sogenannten "Tank": Eine kurze Strecke bei der durch je eine Luke ein und wieder ausgestiegen muss. Diese Teile sollen den Weg zur Einsatzstelle simulieren. 

Danach geht es in die eigentliche Strecke, welche verdunkelt, vernebelt und beheizt wird. Die Strecke besteht aus miteinander verbunden Gitterkäfigen durch die ein Weg gefunden muss. Engstellen und eine Röhre bei welcher der Pressluftatmer ab- und nach Durchquerung wieder angelegt werden muss erhöhen die Schwierigkeit. 

 

Nach dem Durchlaufen der Strecke erfolgt noch einmal mehrmals das Besteigen der Endlosleiter und einige Male das Hammerziehen. Hat der Geräteträger am Ende noch genügend Luftreserven gilt die Übungs als Bestanden und er darf im Einsatzdienst weiterhin Atemschutzgeräte einsetzen.

IMG_4406

Unser erster Durchgang wurde durch einen Einsatz für das LF 7 und TRO 7 unterbrochen. Die drei Kameraden mussten dafür hren Durchgang vorzeitig abbrechen, am Ende haben aber alle die Übung bestanden.

 

IMG_4316

IMG_4320