Einsatz 16/2015 FEUER 3

Am Morgen des 22. Mai wurden wir um 03:50 Uhr in die Hansestraße nach Porz-Eil alarmiert, zumindest einige Mitglieder der Löschgruppe, denn wiederholt kam es zu massiven Problemen bei der Alarmierung mittels Funkmelder. Einige Melder unserer Kameraden blieben in dieser Nacht stumm, bei den anderen kam nur eine allgemein gehaltene Meldung, sodass wir nicht wussten, dass wir im Rahmen unserer Sonderaufgabe Schaummittellogistik alarmiert wurden.

Vor Ort brannte eine größere Lagerhalle einer Möbelhandlung. Zusammen mit unseren Kameraden aus Zündorf rüsteten wir die Drehleitern der Wachen 9 und 3 mit dem Flexi-Foam-System aus und überwachten deren Betrieb. Dazwischen unterstützten wir die Kameraden aus Urbach beim Aufbau zweier paralleler Löschwasserzuleitungen zum TLF Heumar, welches wiederum unsere Druckzumischanlage versorgte. Die Drehleiter der Wache 3 musste im Laufe des Einsatzes mehrmals umgesetzt werden, da eine Wand der Halle auf diese zu stürzen drohte. Daher mussten wir das Flexi-Foam-System ebenfalls mehrmals umsetzen.

Nachdem die Hauptlöscharbeiten abgeschlossen waren und die Halle weiterhin mit Leichtschaum geflutet wurde, rückte ein Großteil der Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr ein. Wir verblieben weiterhin an der Einsatzstelle und unterstützen die restlichen Kräfte. Mal musste eine weitere Löschwasserversorgung zum PTLF 9 verlegt werden, später setzten zwei unserer Einsatzkräfte ein handgeführtes Strahlrohr ein mit dem Versuch von außen hartnäckige Glutnester zu löschen, unter Beachtung eines Sicherheitsabstandes zur geneigten Hallenwand. Über die gesamte Zeit wurde Schaummittel und zeitweise Netzmittel über die Drehleitern und handgeführten Rohre eingebracht.

Nachdem gegen 11:30 Uhr die Löscharbeiten eingestellt wurden nahmen wir die ersten Leitungen der Schaummittelversorgung zurück und begannen mit einer ersten Spülung der eingesetzten Druckzumischanlage und der verwendeten Armaturen. Gegen 13:30 Uhr konnten wir am Gerätehaus in Wahnheide den Einsatz abschließen.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten, die nicht zuletzt auf die lückenhafte Alarmierung zurückzuführen waren, verlief der Einsatz aus unserer Sicht reibungslos. Die Zusammenarbeit mit den eingesetzten Kameraden der BF und der freiwilligen Löschgruppen verlief äußerst angenehm und kameradschaftlich.