Einsatz 45/2019 – Schaum

Um 14:06 Uhr wurden wir im Rahmen unserer Sonderaufgabe „Schaummittellogistik“ zum Fort VII nach Köln-Zollstock alarmiert.

Vor Ort haben bereits seit circa 11 Uhr mehrere Einheiten von Berufsfeuerwehr sowie Freiwilliger Feuerwehr umfangreiche Maßnahmen zur Personensuche und Brandbekämpfung vorgenommen, da es an mehreren Stellen gebrannt hatte und nicht klar war, ob sich eventuell noch Obdachlose im Gebäude befinden, die dort wohl des öfteren übernachten.

Als wir ausgerückt sind, hatten wir noch keine Rückmeldung von der Löschgruppe Zündorf erhalten, ob diese ausrückt. Somit sind wir zunächst einmal die Feuerwache der Löschgruppe Zündorf angefahren um dort den Anhänger-Schaumlogistik abzuholen und mit zur Einsatzstelle zu führen. Vor Ort haben wir das LF Zündorf mit bereits angehängten Anhänger vorgefunden. Wir sind dann mit der Besatzung des LF Wahn auf das LF Zündorf umgestiegen und sind gemeinsam mit einem Kollegen der Löschgruppe Zündorf an die Einsatzstelle gefahren.

Nachdem wir an der Einsatzstelle angekommen waren, haben wir gemeinsam mit der Besatzung des WLF 5-2 der Berufsfeuerwehr den Abrollbehälter Schaum besetzt und die FireDos®-Anlage in Betrieb genommen. Außerdem haben wir bei der Vornahme eines Schaumrohres unterstützt.

Um etwa 18 Uhr waren wir wieder zurück auf der Feuerwache in Wahnheide und haben die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der Berufsfeuerwehr Köln unter dem folgenden Bild!

Eingang zum Objekt am Fort VII

Pressemeldung der Feuerwehr Köln:
Schwierige Brandbekämpfung in einer alten Festungsanlage

Am 05.08.2019 wurde gegen 10:40 Uhr der Leitstelle der Feuerwehr Köln von einer Rauchentwicklung an einem alten Festungsgebäude in Zollstock berichtet. Es handelte sich dabei um das Fort VII in der Nähe des Eifeltors.

Die anfänglich vermutete Einsatzstelle hat sich erst während der Erkundung durch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwache Marienburg als umfänglicher herausgestellt. Da gelegentlich Obdachlose in diesem ehemaligem Festungsgebäude Unterschlupf suchen, wurde direkt eine höhere Alarmierungsstufe durch die Leitstelle ausgelöst. Die Brandbekämpfung im Inneren des alten und stark maroden Gebäudes, welches auf dem Gelände der Deutschen Bahn steht, gestaltete sich schwierig. Die Zugänglichkeiten in das Fort und in die einsturzgefährdeten Bereiche im Inneren haben einen längeren und personalintensiven Einsatz der Feuerwehr Köln erforderlich gemacht.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden mehrere Brandstellen gefunden und versucht zu löschen. Unterstützung gab es für die Einsatzleitung durch ein Mitglied der AG Festung Köln e.V., das durch die Leitstelle hinzugerufen wurde. Mit guter Ortskenntnis wurden den Einsatzkräften die langen und teilweise verwinkelten Wege erleichtert. Ein tief im Inneren befindlicher Raum, der kaum zugänglich war, musste abschließend mit Mehrbereichsschaum geflutet werden um die Glutnester erfolgreich löschen zu können.

Der gesamte Einsatz hat etwa fünf Stunden gedauert, 36 Atemschutzgeräte wurden gebraucht und eine Versorgung der Einsatzkräfte wurde vor Ort eingerichtet. Im Gebäude befanden sich keine Personen und verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. Die weitere Brandursachenermittlung wird von der Kriminalpolizei durchgeführt.

Feuerwehr und Rettungsdienst Köln waren insgesamt mit etwa 80 Kräften im Einsatz. Die ersten Einheiten kamen von den Feuerwachen Marienburg, Lindenthal, Innenstadt sowie von der Löschgruppe Eil der Freiwilligen Feuerwehr. Im Verlauf wurden weitere Einheiten der Feuerwachen Porz, Mülheim und Weidenpesch sowie der Freiwilligen Feuerwehr aus Esch, Longerich und Wahn sowie der Fernmeldedienst tätig. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Branddirektion.

(Quelle der folgenden Bilder: Feuerwehr Köln)

Medienberichte:
Kölner Stadtanzeiger | Rundschau Online | Express

Einsatzmittel (für „Nerds“):
Feuerwache 1 (1 GW-A 1, 1 HLF 1, 1 KDOW 1, 1 PTLF 1, 1 RTW 4), Feuerwache 2 (2 DLK 1, 2 ELW1 1, 2 HLF 1, 2 NEF 1, 2 PTLF 1, 2 RTW 4, 2 RW 1), Feuerwache 3 (3 DLK 1, 3 HLF 1), Feuerwache 5 (5 DLK 1, 5 ELW1 1, 5 KDOW 1, 5 LEITER 1, 5 LKW 2, 5 WLF 1, 5 WLF 2), Feuerwache 7 (7 HLF 1, 7 PTLF 1), Feuerwache 8 (8 WLF 1), Feuerwache 10 (10 PTLF 1), Löschgruppe Zündorf (37 LF 1), Löschgruppe Wahn-Heide-Lind (47 LF 1), Löschgruppe Heumar (88 LF 1, 88 TSF-W 1), Löschgruppe Fernmeldedienst (95 ELW2 1, 95 GW-FMD 1), Löschgruppe Esch (96 LF 1), Löschgruppe Eil (97 LF 1, 97 TSF-W 1)