Herbstfahrt der JF 2015

Die Herbstfahrt führte die Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind dieses Jahr an die Nordsee, genauer gesagt nach Neßmersiel zwischen Norddeich und Wittmund.

Am Donnerstag, den 15. Oktober starteten wir mit vier Mannschaftstransportfahrzeugen gegen 10 Uhr von Köln aus. Aufgrund der Verkehrslage trafen wir erst am späten Nachmittag in Neßmersiel ein. Bis zum Abend wurden die Zimmer bezogen und das Essen vorbereitet.

Am Freitagvormittag stand eine Wattwanderung vor dem Hafen Neßmersiels auf dem Plan. Bei bestem „Schietwetter“ ging es raus ins Watt. Ein paar Unerschrockene wanderten barfuß, nach eigener Aussage war das wohl doch im Nachhinein eine etwas zu kalte Angelegenheit. Die restliche Gruppe hatte ihre Mühen mit den Gummistiefeln, da diese dazu neigten im Schlick einzusinken.

Nach einem schnellen Mittagessen ging es zum Feuerwehrmuseum nach Jever. Die Kombination eines üppigen Essens mit einem anschließenden Museumsbesuch war allerdings nicht so glücklich. Dennoch war der Besuch dort sehr schön und sehr informativ. Beeindruckend waren die Vielzahl der zusammengetragenen Exponate und die hervorragend restaurierten Fahrzeuge. Ein Besuch dort ist sehr zu empfehlen. Auch die den Ostfriesen nachgesagte Wortkargheit konnte widerlegt werden. Wir konnten uns nur schwer lösen!

 

Am Samstagvormittag stand ein Besuch in Emden an. Wir besuchten dort den ehemaligen Seenotrettungskreuzer „Georg Breusing“ der DGzRS. In zwei Gruppen nahmen wir das Schiff unter die Lupe und erfuhren auch etwas zur Geschichte seines Nachfolgers, der „Alfried-Krupp“ (Borkum). Gegen Mittag durften die Kids die Emdener Innenstadt besuchen.

Den Samstagnachmittag verbrachten wir wieder in Neßmersiel in einem Indoor-Spielplatz, wo sich unsere Kids noch beim Fußballspielen oder Trampolinhüpfen austoben konnten.

Am Sonntag traten wir dann letztendlich gegen 12 Uhr die Heimreise ins Rheinland an. Auch hier hatten wir wieder teilweise mit dem Verkehr zu kämpfen, sodass wir erst gegen 18:30 Uhr wieder zurück waren.

Für 2016 haben wir uns entschieden die Reise eher in den Sommer zu verlegen.

M.Dörrich

Flexi-Foam-Schulung Feuerwache 3

Nach dem Großbrand bei Pocco traten die Kameraden der Feuerwache 3 aus Lindenthal an uns heran und baten uns doch noch einmal das Flexi-Foam-System vorzustellen. Das System wurde bei Pocco unter anderem über die Drehleiter der Feuerwache 3 vorgenommen.

Dem Wunsch kamen wir gerne nach und so machten sich am Samstag, den 22. August drei Kameraden mit dem Anhänger "Schaumlogstik" auf den Weg zur Gleueler Straße. Nach einer kurzen theoretischen Präsentation des Schaumkonzeptes der Feuerwehr Kön und des Flexi-Foam-Systems wurde das Ganze praktisch aufgebaut.

Gerade das "Fahren" der Drehleiter mit dem aufgebauten System stand im Mittelpunkt. Nach der Schulung wurden wir noch zum hervorragenden Mitttagessen eingeladen, vielen Dank dafür!

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg nach Worringen um mit unseren Kameraden aus Eil am dortigen Leistungsnachweis teilzunehmen. 

Einsatz 16/2015 FEUER 3

Am Morgen des 22. Mai wurden wir um 03:50 Uhr in die Hansestraße nach Porz-Eil alarmiert, zumindest einige Mitglieder der Löschgruppe, denn wiederholt kam es zu massiven Problemen bei der Alarmierung mittels Funkmelder. Einige Melder unserer Kameraden blieben in dieser Nacht stumm, bei den anderen kam nur eine allgemein gehaltene Meldung, sodass wir nicht wussten, dass wir im Rahmen unserer Sonderaufgabe Schaummittellogistik alarmiert wurden.

Vor Ort brannte eine größere Lagerhalle einer Möbelhandlung. Zusammen mit unseren Kameraden aus Zündorf rüsteten wir die Drehleitern der Wachen 9 und 3 mit dem Flexi-Foam-System aus und überwachten deren Betrieb. Dazwischen unterstützten wir die Kameraden aus Urbach beim Aufbau zweier paralleler Löschwasserzuleitungen zum TLF Heumar, welches wiederum unsere Druckzumischanlage versorgte. Die Drehleiter der Wache 3 musste im Laufe des Einsatzes mehrmals umgesetzt werden, da eine Wand der Halle auf diese zu stürzen drohte. Daher mussten wir das Flexi-Foam-System ebenfalls mehrmals umsetzen.

Nachdem die Hauptlöscharbeiten abgeschlossen waren und die Halle weiterhin mit Leichtschaum geflutet wurde, rückte ein Großteil der Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr ein. Wir verblieben weiterhin an der Einsatzstelle und unterstützen die restlichen Kräfte. Mal musste eine weitere Löschwasserversorgung zum PTLF 9 verlegt werden, später setzten zwei unserer Einsatzkräfte ein handgeführtes Strahlrohr ein mit dem Versuch von außen hartnäckige Glutnester zu löschen, unter Beachtung eines Sicherheitsabstandes zur geneigten Hallenwand. Über die gesamte Zeit wurde Schaummittel und zeitweise Netzmittel über die Drehleitern und handgeführten Rohre eingebracht.

Nachdem gegen 11:30 Uhr die Löscharbeiten eingestellt wurden nahmen wir die ersten Leitungen der Schaummittelversorgung zurück und begannen mit einer ersten Spülung der eingesetzten Druckzumischanlage und der verwendeten Armaturen. Gegen 13:30 Uhr konnten wir am Gerätehaus in Wahnheide den Einsatz abschließen.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten, die nicht zuletzt auf die lückenhafte Alarmierung zurückzuführen waren, verlief der Einsatz aus unserer Sicht reibungslos. Die Zusammenarbeit mit den eingesetzten Kameraden der BF und der freiwilligen Löschgruppen verlief äußerst angenehm und kameradschaftlich.

Spieleralley in Troisdorf

Trotz des ungemütlichen "Hundewetters" folgte eine Abordnung unserer Jugendgruppe der Einladung der Jugendfeuerwehr Troisdorf zu einer "Spieleralley" am 25. April in die Nachbarstadt. 

Bei mehreren Stationen galt es Feuerwehrwissen und Kreativität zu kombinieren um die gestellten Aufgaben zu meistern. Letztendlich konnte ein beachtenswerter vierter Platz (von 22 teilnehmenden Gruppen) erreicht werden! Wir sind sehr stolz auf diese Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

 

Bereichsübung 2015

Bei bestem Wetter fand 2015 wieder einmal eine Bereichsübung des Gefahrenabschnittes III (Süd) der freiwilligen Feuerwehren Kölns statt. Dazu gehören die Einheiten Rodenkirchen, Brück, Ensen/Westhoven, Rath/Heumar, Eil, Urbach, Zündorf, Libur, Wahn-Heide-Lind und Porz-Langel.


Das in den letzten Jahren dafür genutzte Gelände in Lind konnte leider nicht mehr genutzt werden. Die Übungen fanden daher dezentral als Stationsausbildungen im Bereich der Feuerwachen 8 und 7 statt. Ausgangspunkt und Ende der Übung war die Wache 8 in Ostheim. Für uns verlief der Tag wie folgt:

Station 1 „Technische Hilfeleistung PKW“

An der ersten Station bei einem Autoverwerter in Poll wurden die Grundlagen der Vorgehensweise bei der Rettung aus einem verunfallten PKW geübt. Unsere Aufgaben beschränkten sich hier auf die Erkundung, Unterbauen des Fahrzeuges, Schaffen einer Zugangsöffnung (Fahrertür) und Abklappen des Vorderwagens (nur angedeutet). Da das Fahrzeug auch den anderen Löschgruppen als Übungsobjekt dienen sollte endeten damit unsere Tätigkeiten vor Ort. Unstimmigkeiten auf den Fotos mit der korrekten Vorgehensweise sind der Übungskünstlichkeit geschuldet.

Station 2 „Brandschutzübung/Drehleiter“

Durch einen Kommunikationsfehler fuhren wir nach der geplanten Pause die Feuerwache 8 an und warteten dort auf unseren Einsatz. Tatsächlich fand die Übung einige hundert Meter entfernt bereits ohne uns statt. Dort wurde das Vorgehen beim Brandeinsatz über die Drehleiter geübt. Wir trafen erst zur Nachbesprechung ein. Wir nutzten die verbliebene Zeit um einmal das Besteigen der Drehleiter zu üben und unterstützten unsere Kameraden aus Libur bei der Rücknahme der Gerätschaften.

Station 3 „Erste Hilfe“

Im Gerätehaus der Löschgruppe Eil wurde ein angenommener medizinischer Notfall dargestellt. Durch uns musste eine Person mit Kreislaufstillstand medizinisch erstversorgt werden.


Station 4 „Planspiel MANV“

Wieder auf Feuerwache 8 wurde auf einer Planspielplatte die ersten Maßnahmen bei einem „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) theoretisch durchgespielt. Mittels Modellen wurde ein Unfall dargestellt und anhand des Schaumodelles die Vorgehensweise besprochen.

Station 4 „Wasserrettung“

Die sicherlich interessanteste und aufregendste Station wurde von der Tauchergruppe der Feuerwache 1 am Rhein in der Westhovener Aue betrieben. Dort wurden die Vorgehensweise bei der Rettung von Personen aus dem Wasser und die dazu genutzten oder nutzbaren Hilfsmittel besprochen. Anschließend wurde das Besprochene direkt in die Tat umgesetzt. Drei freiwillige der Löschgruppe Ensen/Westhoven „retteten“ dabei einen der Strömungsretter der Berufsfeuerwehr aus dem Rhein. Dabei zeigte sich die starke Strömung die im Fluss vorhanden ist sehr eindrucksvoll. Daneben wurden die Hilfsmittel der Wasserretter im Wasser erprobt.

Station 5 „Personenrettung“

Die letzte Station für uns befand sich im Gerätehaus der Löschgruppe Rath/Heumar. Dort musste eine verletzte Person mittels des sogenannten Leiterhebels aus dem Turm des Gerätehauses gerettet werden. Für den Leiterhebel werden eine Trage, die vierteilige Steckleiter und mehrere Leinen benötigt. Leider konnten wir davon kein Foto schießen.

Anschließend konnten wir wieder die Feuerwache 8 ansteuern und dort gegen 16:45 Uhr bei einem gemeinsamen Grillen der Abend langsam ausklingen lassen.
Gegen Ende des Übungstages mussten mehrere Bodenfeuer bekämpft werden, wozu auch einige der Übenden Löschgruppen alarmiert wurden.

Nach dem Essen, das auch dieses Mal durch den Ortsverein Porz des DRK Köln bereitet wurde, nahm der anwesende Abschnittsleiter Herr Stobbe noch zwei Beförderungen vor. Darunter befand sich auch unser Kamerad Marc Dörrich, der zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde.

Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder daheim in Wahnheide und gönnten uns noch bei der Eisdiele gegenüber des Gerätehauses ein Eis um den Abend endgültig ausklingen zu lassen.

 


 

EINSÄTZE 6-13/2015 STURM 1 und STURM 2

Am Nachmittag des 31. März bescherte uns Sturmtief „Niklas“ auch einige Einsätze im rechtsrheinischen Köln:

EINSATZ  6/2015 STURM 1

Gegen 16:20 Uhr wurden wir zu unserer ersten Einsatzstelle in die Rösrather Straße nach Neubrück alarmiert. Vor Ort war ein Baum auf die Straße gestürzt und machte diese insbesondere für die Buslinie 157 unpassierbar. Wir zerkleinerten den Baum und räumten Straße sowie Gehweg frei um so den Linienverkehr der KVB wieder zu ermöglichen.

EINSATZ 7/2015 STURM 1

Anschließend ging es um kurz nach 17 Uhr weiter zum Hillscheider Weg nach Humboldt/Gremberg. Dort hatten sich an einem Mehrfamilienhaus einige Bleche am Dach gelöst und drohten abzustürzen. Zwei Einsatzkräfte entfernten die Bleche vom Dach aus.

EINSATZ 8/2015 STURM 1

Um 17:30 Uhr ging es in die nahegelegene Usinger Straße. Dort hatten sich Dachpfannen auf einem Hausdach gelöst. Diese wurden durch zwei Einsatzkräfte und mithilfe der vierteiligen Steckleiter entfernt.

 

EINSATZ 9/2015 STURM 1

Auch wieder in die Nähe, in die Rolshover Straße, führte uns Einsatz Nr. 9. Auf einem Balkon hatte sich die Überdachung gelöst. Da diese bereits stark beschädigt war wurde sie mittels Feuerwehräxten gewaltsam von der Brüstung gelöst und anschließend sicher gelagert.

 

EINSATZ 10/2015 STURM 1

Anschließend ging es mit Alarm um 18:06 Uhr in den Rheinpark nach Mülheim. Dort sollte angeblich ein loser Ast in einem Baum hängen, welcher abzustürzen drohte. Vor Ort konnte allerdings kein Ast entdeckt werden und wir meldeten uns wieder einsatzbereit.

 

EINSATZ 11/2015 STURM 1

Um 18:27 Uhr kam der nächste Alarm: In der Wallstraße in Mülheim war durch den Wind eine Mauer auf etwa 4m Länge auf den Gehweg gestürzt. Unsere Maßnahmen beschränkten sich auf das Absperren der Einsatzstelle.

 

EINSATZ 12/2015 STURM 2

Mit Blaulicht und Einsatzhorn ging es anschließend um 18:43 Uhr nach Poll. Dort war „In der Gracht“ ein Baum auf ein Wohnhaus gestürzt. Vor Ort wurde der Baum zerkleinert, vom Dach entfernt sowie der Zugang des Nachbarhauses frei geschnitten.

 

EINSATZ 13/2015 STURM 2

Wieder mit Alarm ging es gegen 19:15 Uhr nach Mehrheim in die Straße „Am Rursbruch“. Dort drohte ein Baum auf eine Garage zu stürzen. Um den Baum gefahrlos entfernen zu können wurde durch uns eine Drehleiter angefordert. Der „Beamte vom Alarmdienst“ BvA 10.1 stieß ebenfalls zur Einsatzstelle hinzu um die Lage einzuschätzen. Anschließend wurde der Baum durch je eine Einsatzkraft von uns und der Besatzung der DL 8 Stück für Stück entfernt. Der Einsatz endete dort gegen 21:30 Uhr und wir konnten den Heimweg antreten.

 


Um kurz nach 22 Uhr hatten wir die Kettensäge und die restliche Ausrüstung wieder gereinigt und konnten uns nach Hause begeben.


Fotos: M. Dörrich/S. Reinartz

Unterstützung bei einer Übung des DRK OV Porz

Am Sonntag, den 18. Januar unterstützte ein Teil der Jugendfeuerwehr den Ortsverein Porz des Deutschen Roten Kreuzes bei einer Übung auf dem Gelände es THW in Porz-Urbach. Gegen 8 Uhr trafen wir uns am Gerätehaus und verlegten dann ahc Urbach. Etwa um 10:30 Uhr begann die Übung.

Während die Betreuer vorwiegend als zusätzliche Übungsbeobachter eingesetzt wurden, stellten unsere Kids verletzte und unverletzte Schüler dar. Angenommen wurde eine Explosion im Chemieraum einer Schule mit dementsprechenden Verletzungen.

Dazu wurde einer unserer Jugendlicher durch das Team der "Realistischen Unfall Darstellung" mit einer Kopfplatzwunde geschminkt. Andere erlitten fiktive Verletzungen der Beine oder Bauchschmerzen. Der Rest unserer Jugendlichen stellte "Unverletzte" dar und sollte durch die Einsatzkräfte betreut werden.

Neben unserer Jugendfeuerwehr waren auch Mitglieder der THW Jugend und des Deutschen Jugendrotkreuzes beteiligt. 

Die "Schüler" und "Lehrer" mussten durch die Kräfte des DRK aus dem Gebäude evakuiert und gerettet, Verletzte behandelt werden. Dazu wurde auf dem Hof eine Patientenablage und zwei Behandlungszelte aufgebaut. Daher waren sowohl die Sanitätskomponente als auch die Betreuungseinheit eingesetzt.

Nach Abschluss der Übung wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Im Anschluss fand die Nachbesprechung statt, an der noch ein Mitglied der Löschgruppe teilnahm, während die Jugendfeuerwehr gegem 14:00 Uhr wieder am Gerätehaus entlassen werden konnte.

 

Einsatz 1/2015 SCHAUM/FEUER 7

Am Abend des 08. Januars wurde um 19:45 Uhr die Schaummittelkomponente der Feuerwehr Köln alarmiert. Zusammen mit dem Abrollbehälter SCHAUM und der Löschgruppe Zündorf begaben wir uns auf den Weg nach Köln-Vogelsang. In einem Dienstleistungsbetrieb im Girlitzerweg hatte sich in den vorangegenagen Stunden ein Großbrand entwickelt. 

Der Einsatzleiter entschied sich im Laufe des Einsatzes Schaum als Löschmittel einzusetzen.

Vor Ort nahmen wir mit den Kameraden aus Zündorf den Aufbau der Schaummittelversorgung vor und installierten das sogenannte "Flexi-Foam-System", ein Verfahren zur Erzeugung von Leicht- und Mittelschaum. (Mehr dazu im Laufe des Jahres auf unserer Homepage). Es ist der erste "scharfe" Einsatz es neuen Systems. Nach der Inbetriebnahme unterstützten wir die Berufsfeuerwehr vor Ort weiter. Öffnungen in der Lagerhalle wurden geschlossen um den Abfluss des Schaumes zu verhindern. Drei Kameradinnen und Kameraden wurden im Außenangriff bei den Löscharbeiten eingesetzt,

Nachdem das Feuer größtenteils gelöscht war wurde der Schaum mittels Schaumzerstörer zerstört und das System zurückgebaut.

Am Morgen des 09. Januars waren wir gegen 1:00 Uhr wieder daheim in Wahnheide.

Weiterführende Informationen:

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/feuerwehr/aktuelle-info/grossbrand-der-halle-tor-2

http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/feuerwehr/aktuelle-info/einsatz-girlitzweg-beendet

Detailierte Informationen zum Flexi-Foam-System finden sich bei Jürgen Truckenmüller:

http://d.jtruckenmueller.de/6/67/2001schaum/system.htm

 

 

 

Jubilare der Löschgruppe in 2014

Am Samstag, den 08. November fand im Altenberger Hof in Nippes die diesjährige Ehrung der Jubilare der Feuerwehren Kölns statt.

Unter den etwa 50 zu ehrenden Kameradinnen und Kameraden befanden sich auch drei aus unserer Löschgruppe. Aus der aktiven Einsatzabteilung wurde Dirk Reschke für 25 Jahre Mitgliedschaft mit dem Ehrenkreuz des Landes NRW in Silber und der Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Die Auszeichnung mit dem Ehrenkreuz übernahm Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die Auszeichnung des Stadtfeuerwehrverbandes übergab dessen Vorsitzender, der Leiter der Berufsfeuerwehr Johannes Feyrer.

Aus der Ehrenabteilung wurden Frank Schnell, für 35 Jahre, sowie Herbert Kann für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Beide erhielten die Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes.

Die Einsatzabteilung gratuliert den ausgezeichneten Kameraden herzlich!

In einer vorigen Version des Berichtes war bei den Kameraden aus der Ehrenabteilung von 25 und 35 Jahren Mitgliedschaft zu lesen. Dies war nicht korrekt. Die richtigen Angaben wurden im Text geändert.

Herbstfahrt der Jugendfeuerwehr 2014

Die erste Herbstferienreise führte die Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind vom 16. bis zum 19. Oktober 2014 an den Edersee und in den Nationalpark Kellerwald im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

 

Donnerstag, 16. Oktober

Gegen 10:40 Uhr starteten wir mit drei Mannschaftstransportfahrzeugen und einem Privat-PKW richtung Hessen. Doch unsere Fahrt wurde jäh auf der Heidestraße gestoppt: Direkt vor uns ereignete sich auf der Gegenspur ein Verkehrsunfall. Eine Frau, welche unvermittelt zwischen den geparkten Fahrzeugen auf die Straße trat, wurde von einem PKW erfasst und zu Boden gestoßen.

Wir sicherten sofort die Einsatzstelle ab und zwei Betreuer leisteten bis zum Eintreffen eines Rettungswagen Erste Hilfe.

Gegen 14 Uhr trafen wir dann ohne weitere Verzögerungen am Abert-Schweizer-Lager, direkt am Ufer des Edersees gelegen ein.

Bis zum Abendessen erkundeten wir die Örtlichkeit und richteten uns für die nächsten Tage ein. Am Abend wurde gemeinsam Pizza gebacken. In der Nacht wurden uns Betreuern dann die ersten Streiche gespielt… Die Rache sollte allerdings am letzten Abend folgen…

 

Freitag, 17. Oktober

Am Freitag unternahmen wir einen Tagesausflug in das, an der Talsperre gelegene Hemfurth. Vor Ort besichtigten wir zu Beginn die 400 Meter lange und 45 Meter hohe Staumauer. Unser Betreuer Marc konnte uns einiges zur Geschichte und zur Funktion des Bauwerkes erzählen.

Anschließend marschierten wir zurück zu unseren Fahrzeugen am Wildpark und stärkten uns erst einmal an den mitgenommenen Brötchen bevor der eigentliche Besuch des Wildgeheges anstand. Das anfangs vorhandene Desinteresse („Ich hab schon oft Rehe und Wildschweine gesehen!“) wich schnell großer Begeisterung als unsere Kids erfuhren, dass im Wildpark unter anderem auch Wölfe, Waschbären und viele Greifvögel zu sehen waren. Neben den lauthals heulenden Wölfen war das Highlight aber die Greifvogelschau am Nachmittag. Zwei Falkner führten uns einige Tiere vor, darunter einen Blaumilan, Rotmilan, zwei Geier und einen Uhu. Drei unserer Jugendlichen durften selbst einmal die Vögel mit Futter zu sich „rufen“. Die mächtigen Geier jagten im Tiefflug über uns und nicht wenige wurden von ihren Flügel getroffen! Zum Ende durfte jeder noch einmal den jungen Uhu streicheln.

Als letzter Tagespunkt stand noch ein kurzer Besuch im Baumkronenpfad direkt in der Nähe an. Ein stetig ansteigender Weg führte uns in die Baumkronen und am Ende zu einem fantastischen Ausblick auf den Stausee.

Nach dem Abendessen (Nudeln mit Bolognese-Sauce) ging es im Stockdunkeln noch einmal auf zu einer Nachtwanderung. Auch hier sorgte unser Betreuer Marc für einen gehörigen Nervenkitzel in dem er sich im finsteren Wald versteckte und an die Gruppe heranpirschte. Einigen war es in dem unheimlichen Wald doch zu gruselig, aber am Ende hatten alle ihre Ruhe wieder gefunden 😉

Unsere Kids waren von dem Tagesprogramm so geplättet, dass alle früh zu Bett gingen.

 

Samstag, 18. Oktober

Am Samstagmorgen ging es auf in den Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbestätte "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland" gehört. Auf der etwa 6 Kilometer langen „Hagensteinroute“ ging es Stückweise über schmale Pfade durch eine Schlucht, die mit umgestürzten Fichten übersät war: Der Brückengrundsteig. Über den Hintergrund dieses Weges und allgemein zum Baumbestand im Kellerwald informierte uns auch hier wieder Marc. Obwohl nicht alle mit festem Schuhwerk ausgestattet waren kamen alle heil herunter und auch  wieder hinauf. Am namensgebenden Hagenstein machten wir Rast und genossen die Aussicht auf das unter uns liegender Edertal.

Zum Ausgangspunkt der Route waren wir mit unseren Fahrzeugen gefahren, doch den Weg zurück zur Herberge wollten wir zu Fuß antreten: Noch einmal etwa 5 Kilometer. Nach anfänglichen Wehklagen schlug die Stimmung wieder bald in Begeisterung um, als der Weg wieder schmaler und abenteuerlicher wurde. Über buchstäblich Stock und Stein ging es auf Teilen des Urwaldsteiges Edersee zurück zu unserer Unterkunft.

Alle Kids schwörten uns Betreuern "bittere Rache" für die lange Wanderung sobald wir des Nachts schlafen würden. Doch natürlich waren wir nicht dumm und planten schon, wie wir diese Pläne durchkreuzen und uns für die Scherze der ersten Nacht revanchieren könnten. Doch erst einmal wurde abends gemeinsam gegrillt und später noch zusammen am Lagerfeuer gesessen. Versuche uns Betreuer mit kaltem Wasser eine „Dusche“ zu verpassen wurden direkt erwidert. Der ein und andere musste gar ein unfreiwilliges Bad im See unterhalb der Herberge nehmen.

Nachdem es kälter wurde beschlossen wir uns langsam zu Bett zu begeben. Zufällig schnappten wir auf, dass sich die Jugendlichen gegen 1 Uhr nachts verabredet hatten uns einen Streich zu spielen.


Um diese Nacht für unsere Jugendlichen nicht zu schnell vergessen zu machen schmiedeten aber auch wir unsere Pläne und so machte sich um 0:30 Uhr im oberen Stockwerk ein Rauchmelder mit lautem „PIIIIIIEP…PIIIIIIEP….“  bemerkbar und es roch dazu noch verdächtig nach Qualm. Wir rannten sodann hinauf zu den Zimmern und weckten alle die schliefen mit hektischem Gebrüll. Es sei ein Feuer ausgebrochen und alle müssten sofort das Gebäude verlassen riefen wir. Der ein oder andere dachte erst an einen Scherz, aber unsere Schauspielkünste (und der leichte Brandgeruch) waren derart überzeugend, dass nicht wenigen Angst und Bange wurde.

Unser Jugendwart Sven kontrollierte im unteren Aufenthaltsraum die Vollzähligkeit und nachdem sich unser Betreuer Tom als vermeintlicher „ völlig verdutzter Brandstifter“  zu erkennen gab, bedankte sich Sven für die Teilnahme an der „spontanen Feueralarmübung“ und wünschte allen wieder eine gute Nacht. Wir Betreuer hatten die restliche Nacht unsere Ruhe, da nach dieser Aufregung alle tief und fest schliefen. Einige wollten uns zwar später noch einmal einen Streich spielen, doch die Müdigkeit siegte über sie. Unser Plan war damit auf voller Linie ein Erfolg!

Nebenbei sei angemerkt, dass solch eine Übung durchaus ernst genommen werden sollte und gerade bei solchen Fahrten durchaus auch angebracht ist. Natürlich sollten Notausgänge und Lösch- bzw. Warneinrichtungen im Vorfeld besprochen und in Augenschein genommen werden…

 

Sonntag, 19. Oktober

An diesem Morgen war das Aufstehen für den ein oder anderen nicht so einfach. Der nächtliche Feueralarm steckte noch so manchen in den Knochen. Dennoch frühstückten wir alle gemeinsam und begannen dann unsere Koffer zu packen und die Zimmer zu reinigen. Gegen 10 Uhr starteten wir wieder Richtung Köln, wo wir kurz vor 13 Uhr eintrafen. Schnell war das Gepäck entladen, die Fahrzeuge gesäubert und dann war sie auch schon zu Ende, die erste Herbstfahrt der JF Wahn-Heide-Lind. WIr hatten alle sehr viel Spaß und ich hoffe alle unsere Kids auch! 

Rückmeldungen sind gerne gesehen und bei Fragen stehen wir selbstredend zur Verfügung. Auf jeden Fall ist der Edersee als Ziel einer solchen Fahrt äußerst lohnend! Es ist auf jeden Fall von großem Vorteil wenn sich mindestens ein Betreuer vor Ort auskennt oder im Vorhinein die Örtlichkeiten besichtigt hat.

Marc Dörrich