Aufgaben der Löschgruppe

Brandschutz und Technische Hilfeleistung

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Hauptaufgabe der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind ist die Sicherstellung des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung im Wachgebiet Wahn, Wahnheide und Lind. Auch der Flughafen Köln-Bonn gehört zu unserem Ausrückebereich. So werden wir auch dorthin alarmiert. Des Weiteren leisten wir bei größeren Schadenslagen wie Unwettern oder Hochwasser auch überörtliche Hilfe im gesamten Stadtgebiet von Köln. Seit 2016 unterstützen wir auch bei Verkehrsunfällen auf der nahen Bundesautobahn 59 im Falle einer Alarmierung für den Rüstwagen der Löschgruppe Libur. Dazu werden gemeinsame Übungsdienste angesetzt um sich an den Geräten zur Befreiung von eingeklemmten Personen fortzubilden.

Ist die zuständige Feuerwache der Berufsfeuerwehr in Porz länger gebunden, stellen wir im Wechsel mit den anderen Löschgruppen im Bereich Porz den Grundschutz sicher und besetzen dazu wenn nötig die Wache der Berufsfeuerwehr in Porz, im Notfall sogar die Wache der Flughafenfeuerwehr.

Seit 2016 sind wir 24-Stunden rund um die Uhr alarmierbar. Aufgrund der allgemein sinkenden Mitgliedszahlen der Freiwilligen Feuerwehr wird neben uns auch die Löschruppe aus Libur mit alarmiert, mit Ausnahme unserer Sonderaufgabe. Die beiden Löschgruppen Wahn-Heide-Lind und Libur unterstützen sich dabei generell, das gilt ebenso im Falle eines Einsatzes im Bereich des Stadtteiles Libur.

 

Sonderaufgabe Schaumlogistik

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Neben der eigentlichen Aufgaben übernehmen wir eine Sonderaufgabe der Feuerwehr Köln für das gesamte Stadtgebiet: Zusammen mit der Löschgruppe Zündorf sind wir für die Schaummittellogistik an Einsatzstellen zuständig.

Wird bei einem Brand eine größere Menge an Schaummittel benötigt, wie sie auf den Tanklöschfahrzeugen der Löschzüge mitgeführt werden, wird vom zuständigen Einsatzleiter die Schaummittelkomponente der Feuerwehr Köln angefordert.

Die Schaummittelkomponente besteht aus folgenden Einheiten/Fahrzeugen:schaumlog

– Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter "Schaummittel"

– Löschgruppe Wahn-Heide-Lind

– Löschgruppe Zündorf

– Feuerwehranhänger „Schaumlogistik“

 

Das Wechselladerfahrzeug wird dabei von der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle geführt.AB-Schaum5

Bisher wurde bei der Feuerwehr Köln herkömmliches Mehrbereichschaummittel (MBS) verwendet. Derzeit wird das Schaummittel-Konzept überarbeitet. Das MBS wird, bzw. wurde durch zwei Schaummitteltypen ersetzt, welche wesentlich effektiver und sparsamer eingesetzt werden können:

Es handelt sich dabei einerseits um Klasse-A Schaummittel (vorrangig zur Bekämpfung von Bränden der Brandklasse A (feste Stoffe) eingesetzt) und das sogenannte AFFF-AR. Dieses wird speziell für Brände der Brandklasse B (flüssige und flüssig werdende Stoffe) vorgehalten, das "AR" am Ende deutet daraufhin, dass das Schaummittel Alkoholresistent ist.

Somit eignet sich das Mittel sowohl zur Brandbekämpfung von unpolaren als auch polaren Flüssigkeiten. Nötig wird dies beispielsweise da der heutge Kraftstoff immer mehr Anteile von Alkoholen enthält (E10, E85).

Das Klasse-A-Schaummittel ist höher konzentriert und damit wird nicht mehr so viel Schaummittel benötigt wie früher. MBS wurde in der Regel mit 3% zugemischt, das neue Schaummittel erreicht die gleiche Leistung bereits ab 0,5%. 

Zur effektiven Zumischung und anschließender Verteilung des Schaummittel-Wasser-Gemisches an die verschiedenen "Verbraucher" wurden desweiteren zwei mobile Druckzumischanlagen der Firma FireDos beschafft. Jeweils ein Gerät ist auf dem Anhänger "Schaumlogistik" und eines auf dem Abrollbehälter verladen. Dazu gehören noch spezielle Armaturen um den großen Volumenstrom des Wassers fortzuleiten.

 

FlexiFoam-System

Als einevon wenigen Feuerwehren in Deutschland setzt die FeuerwehrKöln seit Anfang 2015 zwei Stück des sogenannten FlexiFoam-Systems ein. Dabei handelt es sich um spezielle Geräte zur Erzeugung von Leicht- und Mittelschäumen. Ein System besteht aus einem Schaumkopf (Schaumrohr), mehreren Lutten (großvolumigeLuftschläuche) und einem Überdrucklüfter (elektrisch). Eine genauere Erläuterung des Systems und Arbeitsweise würde den Rahmen sprengen. Es wurde aber bereits zweimal in 2015 erfolgreich eingesetzt. Durch diese Einsätze wurden auch diverse Feuerwachen der Berufsfeuerwehr auf das System aufmerksam. Auf Wunsch stellten wir ihnen das FlexiFoam-System vor. Teilweise in unserer Freizeit.

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